Vielfalt gestalten – Workshop für inklusive Zusammenarbeit

Vielfalt prägt unsere Gesellschaft und Arbeitswelt. Menschen bringen unterschiedliche Lebensrealitäten, Erfahrungen und Perspektiven mit. Diese werden unter anderem durch Alter, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Behinderung oder chronische Erkrankung, soziale Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Sprache, ethnische oder kulturelle Zugehörigkeit geprägt.

Dabei wirken diese Merkmale selten isoliert. Sie überschneiden sich und beeinflussen gemeinsam, wie Menschen ihren Berufsalltag erleben. Zum Beispiel:

  • Eine ältere Frau in einer Leitungsposition stellt fest, dass ihre Entscheidungen anders bewertet werden als die von einer jüngeren männlichen Führungskraft.
  • Eine Person mit einer nicht sichtbaren chronischen Erkrankung kann erleben, dass Unterstützungsbedarfe übersehen oder infrage gestellt werden, weil die Beeinträchtigung von außen nicht erkennbar ist.
  • Eine sichtbar muslimische Frau mit Fluchtgeschichte fragt sich möglicherweise in neuen Arbeitskontexten zunächst, ob sie sich willkommen und sicher fühlt oder mit Vorurteilen rechnen muss.

Unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven sind zunächst Ausdruck gesellschaftlicher Vielfalt und können Zusammenarbeit bereichern. Gleichzeitig sind sie nicht losgelöst von gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Diese beeinflussen, welche Menschen selbstverständlich dazugehören, Gehör finden oder mitgestalten können und Zugänge bekommen – und wer häufiger Barrieren, Ausschluss oder Diskriminierung erlebt.

Und darum geht’s im Workshop:

  • Praxisnahe Grundlagen zu Diversity, Intersektionalität und inklusiver Zusammenarbeit werden vermittelt.
  • Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für eigene Identitätsmerkmale und die unterschiedlichen Erfahrungen von Ein- und Ausschluss, die damit verbunden sind.
  • Gemeinsam schauen wir darauf, wie gesellschaftliche Machtverhältnisse unsere Wahrnehmung, unsere Denkmuster und unser Handeln im Berufsalltag prägen – und wie daraus unbeabsichtigt Ungleichheiten und Diskriminierungen entstehen können.
  • Anhand von Reflexionsübungen und konkreten Situationen aus dem Berufskontext machen wir eigene Vorannahmen, Unsicherheiten und Handlungsmöglichkeiten besprechbar – mit einem wohlwollenden und verbindenden Blick auf uns selbst und aufeinander.
  • Ebenso wird erarbeitet, wie Einzelpersonen und Organisationen diskriminierungssensibel handeln und ein inklusives Miteinander fördern können.

Was du mitnimmst:

  • Mehr Sicherheit im Umgang mit Vielfalt – auch in Situationen, die Fragen aufwerfen oder Unsicherheit auslösen.
  • Konkrete Impulse für einen wertschätzenden, diskriminierungssensiblen Umgang mit Kolleg*innen, Klient*innen und Kooperationspartner*innen.
  • Ein besseres Verständnis dafür, wie unterschiedliche Lebensrealitäten den Arbeitsalltag prägen und wie Ausgrenzung oder Zugehörigkeit erlebt werden können.
  • Die Fähigkeit, eigene Vorannahmen und gesellschaftliche Machtverhältnisse bewusster wahrzunehmen und einzuordnen.
  • Erfahrung gemeinsamer Praxis eines wertschätzenden und inklusiven Miteinanders.
  • Einen wohlwollenden Blick auf eigene Denkmuster – und den Mut sie zu hinterfragen und neue Perspektiven auszuprobieren.

Termin, Kosten und Ort

  • Termin: Dienstag 22. September
    von 9:00 bis 16:00 Uhr (inkl. 1 Std Mittagspause)
  • Kosten: 180,- €
  • Ort: Akademie basis und woge,
    im Haus „Die Welle“-Eingang C
    Landwehr 2, 22087 Hamburg

    5 Geh-Minuten von den Haltestellen Wartenau und Landwehr entfernt

Referent*innen:

Nel Westerholt

Systemische Berater*in (SG-zertifiziert), Diversity-Trainer*in (Eine Welt der Vielfalt), Anti-Rassismus-Trainer*in i.A. (Phoenix e.V.), M.A. Ethnologie. Langjährige Erfahrung in Beratung und Bildungsarbeit zu Intersektionalität, Neurodiversität, Trauma und Diskriminierung. Nel arbeitet aus neurodivergenter Perspektive und schätzt die Kraft von Stille, Langsamkeit und Raum – auch für das, was in der Regel ungesagt bleibt, nicht gehört wird, unwillkommen ist oder unterdrückt wird.

Kati Eloho Nowothnig

Systemische Beraterin, Therapeutin und Familientherapeutin (DGSF), i.A. zur Systemischen Coachin und Supervisorin, Dipl. Sozialpädagogin. Langjährige Erfahrung als Referentin, Workshopleiterin und Beraterin mit dem Schwerpunkt Intersektionalität und Diskriminierung. Kati Eloho öffnet sich bewusst als von verschiedenen Ismen betroffene Person für die menschliche Ebene und versucht, alle Formen der Diskriminierung sensibel wahrzunehmen, klar in ihrer Haltung zu sein, ohne die Komplexität von Erfahrungen zu vereinfachen.

Aktuelle Termine zu diesem Workshop

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